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Judasohr
Hirneola auricula-judae  (Bull. ex St. Am.) Wettst.
Essbar

Judasohr

Vorkommen: Ganzjährig, laut Literatur an Schwarzem Holunder (Sambucus nigra), jedoch an den unterschiedlichsten lebenden oder toten Laubhölzern anzutreffen, oft in Auenwäldern.
Fundort: Gebenstorf, Kraftwerkinsel "Stroppel", an stehender, toter Buche, 17. Januar 2004

Beschreibung:
Fruchtkörper: 1-8 cm, jung hauben- oder umgekehrt schüsselförmig. Alte Exemplare sind entweder ebenso geformt und bleiben regelmässig glatt, oder sie wachsen zu unregelmässig muschel- oder vielfach wild-gewundenen ohrförmigen Gebilden heran, die oft in Konsolen oder eng dachziegelig überereinander stehen, die Rückseite mit kurzem Stiel im Holz festsitzend. Farbe Aussenseite sehr variabel, von braun, orange-braun über rotbraun, olivbraun, schieferfarben bis zu grau-blau-schwärzlichen oder violett-grau getönten Exemplaren. Aussenseite etwas pelzig-samtig, Innenseite kahl, Farbe wie Oberseite, oft jedoch eher in gräulichen, matten Farben gehalten, meist runzlig oder wild-aderig geformt. Fleisch: Zäh, gallertartig, auch elastisch bis fest-knorpelig, getrocknet hart und zu einem winzigen, schwarzen Krümel schrumpfend. Nach Einlegen in Wasser nimmt dieses Exsikat wieder völlig seine ursprüngliche Form und Beschaffenheit an. Geruch: Unbedeutend. Geschmack: Neutral, allenfalls etwas erdig-wässrig, was den Begriff "Speisepilz" relativiert. Der Pilz wird wegen seines "Bisses" in der Asiatischen Küche geschätzt.