Home
Gelbstieliger Nitrathelmling
Mycena renati   Quel.
Kein Speisepilz

Gelbstieliger Nitrathelmling

Vorkommen: Frühling bis Herbst, in kleinen Büscheln auf morschen Stämmen und Strünken von Laubbäumen, vor allem Buchen, gerne an feuchten Stellen.
Fundort: Untersiggenthal, Gebiet Moos, auf liegenden, toten Buchenstamm, 2. Mai 2003.

Beschreibung:
Hut: 1-3 cm, glockig-kegelig bis halbkugelig, rosabräunlich-ockerfarben. Oberfläche glatt, matt, radialfaserig, Buckel dunkler, Rand etwas gerieft und heller. Stiel: Schön goldgelb, goldbraun, an der Basis mit weissem Mycelfilz. Lamellen: Weisslich, im Alter rosa getönt, schwach bauchig, mit Zähnchen am Stiel herablaufend. Schneiden glatt. Fleisch: Weisslich, dünnfleischig. Geruch: Nitrös, chlorartig, später rettichartig. Geschmack: Mild bis etwas rettichartig.
Anmerkung: In der Gattung Mycena (Helmlinge) finden wir keine Speisepilze. Es sind meist klein bis kleinste, dünnhäutige Arten. Leicht giftige oder giftverdächtige Arten gibt es unter den etwas grösseren wie z.B. der Rettichhelmling. Sie leben saprophytisch (fäulnisbewohnend) auf Erde, Humus, pflanzlichen Material (Blätter, Nadeln, Gräsern, Rinde, moderigem Holz u.a.). Der grösste Teil der Helmlinge ist nur mit Hilfe des Mikroskopes sicher bestimmbar. Der Gelbstielige Nitrathelmling macht da weniger Mühe. Wenn man sich die wunderschöne Farbkombination, rosa bis goldgelb, einprägt ist er gut ansprechbar. Der Autor dieses Pilzes ist der französische Mykologe L. Quélet (1832 - 1899). Sicher hatte auch er an diesem Pilz seine Freude, sonst hätte er ihn nicht seinem Sohn gewidmet. Denn renati heisst des Renatus (Sohn des L. Quélet)..