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Harald Andres Schmid

    
Auf dem Lande zwischen Miststöcken und Kühen bin ich aufgewachsen. Mit den Pilzen machte ich Bekanntschaft, kaum dass ich meine ersten eigenen Schritte in die nahen Wälder zu unternehmen imstande war. Ich verspürte augenblicklich eine fast mystische Liebe zu den geheimnisvollen Waldbewohnern. Die lebte ich als Dreikäsehoch aus, indem ich knackige Exemplare mit wohlgezieltem Fussballertritt als bröcklig-stiebende Geschosse ins nahe Unterholz beförderte. Damals für mich ein Ritual von einzigartiger Schönheit... Diese Rituale haben sich geändert. Zum Glück. Man wird ja älter. Heute ist mein Verhältnis zu Pilzen von andächtigem Staunen geprägt. Sooft meine Tätigkeit als Pianist es zulässt, bin ich auf Streifzug durch unsere Wälder anzutreffen. Oder ich sitze im Herbst auf der Kontrollstelle in Baden, um die Körbe der Sammler durchzusehen und Kinder zu ermahnen, Pilze niemals, niemals mit Füssen zu treten...

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Harald Andres Schmid