Sepp Keller ![]() |
Anfang der Pilzsaison 1952 erblickte ich im Zeichen der Jungfrau das Licht
der Welt.....vielleicht ein Omen für meine heutige Pilzbegeisterung ?! Erblich bin ich von der Pilzlerei unbelastet, abgesehen von einigen wenigen Eier- und Stoppelpilzfunden auf den sonntäglichen Waldspaziergängen. Diese Pilze ermöglichten mir damals ab und zu, meiner damaligen Meinung nach aber viel zu selten kulinarische Höhenflüge. Zurückblickend auf diese Kindheitserinnerungen ging ich dann erst viel später, mit einem alten Hallwag-Pilzbüchlein bewaffnet, ohne Kenntnisse gezielt auf die Pirsch...die gefundenen Pilze habe ich mit den Abbildungen verglichen und war überzeugt die Arten somit richtig bestimmt zu haben. Verantwortungsvoll präsentierte ich meine Beute am Abend dem Pilzkontrolleur von Nussbaumen. Sein vorwurfsvoll-mitleidiger Blick liess nichts gutes erahnen, mein Stolz schmolz dahin und wich einer tiefen Resignation. Wütend auf mich selbst habe ich dann das Kontroll-Lokal mit leeren Korb, wieder verlassen. Nie mehr passiert mir sowas!!! hab ich geschworen und den Vorsatz auch gehalten. Das Buch 700 Pilze von Dähnke, habe ich als erstes angeschafft (Zufall, es war da grad neu erschienen und zum Subscriptionspreis erhältlich) und wegen den Hinweisen auf den "Moser" in diesem Werk war ich dann auch schon bald Besitzer der "Pilzlerbibel". Autodidaktisch widmete ich mich insbesondere den Speisepilzen, meine Bestimmungen liess ich immer durch den Kontrolleur bestätigen. Er war es auch der meine Begeisterung so richtig weckte, auf alle meine Fragen wusste er immer eine Antwort. (Danke Hr. Bonani!). Meine kulinarisches Pilzgelüste wichen immer mehr den mykologischen Interessen. 1987 bin ich dem Pilzverein Baden beigetreten. Die Prüfung zum Pilzkontrolleur absolvierte ich 1992 und seit 1993 betreibe ich die Amtliche Pilzkontrollstelle für die Gemeinden Untersiggenthal, Turgi und Gebenstorf. |