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Lore Rosenmayr

Als Grossstadtkind in Wien geboren und aufgewachsen gehörte das Pilzesuchen zu den Ferienvergnügungen meiner Familie. Wir verbrachten die Ferien jeweils in Kärnten oder dem Salzburgerland, wo vor allem die Eierschwämme damals reichlich wuchsen, auch Steinpilze muss es gegeben haben, bin ich doch auf Fotos zu sehen, auf denen ich als kleines Mädchen riesige Steinpilze schwenke! Aber eben - Pilze gab es nur in den Ferien. Anfang der 60er Jahre übersiedelte ich mit meinem Mann in die Schweiz und da stellten wir überrascht fest, dass die Pilze hier ja vor der Haustüre wuchsen! Auf Spaziergängen mit dem Kinderwagen oberhalb von Nussbaumen oder Schneisingen musste man nur ein paar Schritte in den Wald machen, um auf Maronen- oder Rotfussröhrlinge zu stossen, die uns damals allerdings unbekannt waren. Aber wir hatten Blut geleckt - keine entspannten Waldspaziergänge mehr - immer mit einem Auge neben dem Weg. Pilzbücher wurden angeschafft, im Laufe der Jahre lernten wir immer mehr Speisepilze sicher kennen, auch die gefährlichsten Giftpilze. Aber es war ein sehr beschränktes Wissen, warum wir uns nicht früher für einen Pilzverein interessierten? Keine Ahnung, aber ich bedaure es sehr! Seit wir vor 3 Jahren in den Pilzverein Baden eingetreten sind, habe ich keinen einzigen Bestimmungsabend verpasst und ich hoffe sehr, dass es mir noch gelingen wird, den einen oder anderen nicht essbaren Pilz kennen zu lernen. Erst wenn man sich für jedes, aber auch jedes Pilzli interessiert wird ein Waldspaziergang so richtig spannend!


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Lore Rosenmayr